Archiv für die Kategorie „STG-BEIKIRCH“

Fachsymposium – DBZ+BAUcolleg über das „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ am 17. Juni in der Fachhochschule Köln

Montag, 2. Juni 2014

DBZ-Bau-Colleg

Am 17. Juni 2014 findet in der Fachhochschule Köln ein Fachsymposium über das Projekt „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ statt.

Veranstalter ist die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Bauverlag, der Transsolar Energietechnik GmbH und den Industriepartnern STG-BEIKIRCH und KNAUF PERLITE.
In dem architektonisch ebenso wie technisch herausragendem Gebäude „Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost“ hat STG-BEIKIRCH das anspruchsvolle Konzept für den Rauch- und Wärmeabzug und die kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung projektiert und umgesetzt. (mehr …)

Nachhaltiges Bauen durch Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs – Environmental Product Declarations)

Mittwoch, 21. Mai 2014

Investoren, Bauherren und Nutzer profitieren von nachhaltig geplanten Gebäuden ebenso wie die Umwelt und zukünftige Generationen. Im Lauf der ursprünglichen ökologischen Ansätze hat sich die Betrachtung einzelner Kriterien hin zu einem ganzheitlichen Ansatz – dem Gedanken der Nachhaltigkeit entwickelt.

„Als Qualitätsmaßstab für die Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden nach den verschiedenen Bewertungssystemen, wie z. B. BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen), DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen), LEED (Leadership of Energy and Environmental Design) oder BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), dienen unter anderem Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs), die objektive Fakten über die Auswirkungen von Produkten und Systemen über deren gesamten Lebenszyklus auf Mensch und Umwelt enthalten.“ (ZVEI e.V. – Fachverband Sicherheit)

Lebenszyklus_STG_BEIKIRCH

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Intelligente Fensterautomation – Für mehr Sicherheit und Komfort

Dienstag, 6. Mai 2014

Als Lösungsanbieter für intelligente Fenster- und Gebäudeautomation präsentierte STG-BEIKIRCH auf der fensterbau/frontale in Nürnberg und light+building in Frankfurt neue und weiterentwickelte Technologien aus den Bereichen profilintegrierte und intelligente Ketten- und Verriegelungsantriebe, berührungsloser Eingriffschutz nach Maschinenrichtlinie sowie kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung.
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Messestand auf der fensterbau/frontale
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Messestand auf der light+building
Puristische Profile mit integrierten Beschlags- oder AntriebskomponentenNeben intelligenten Fassaden bevorzugen Architekten und Fassadenplaner heute meist puristische Profile ohne sichtbare Beschlags- oder Antriebskomponenten. Gemäß diesen Anforderungen entwickelte STG-BEIKIRCH elektromotorische Fensterantriebe, die sich einfach und nahezu unsichtbar vollständig in verschiedenste Fassadenkonstruktionen und Profilarten integrieren lassen.
Beim Kettenantrieb CDi® handelt es sich um eine neuartige, modular aufgebaute Antriebstechnik für automatisierte Kipp- und Drehfenster mit Ausstellweiten bis zu 800 mm. Die Antriebe können aufgrund ihrer minimalen Baugröße vollständig in die Blendrahmen nahezu aller Profilgenerationen (aus Aluminium, Stahl, Holz oder Kunststoff) integriert werden. Neu ist zudem der kompatible Verriegelungsantrieb RM mini, mit dem grundsätzlich auch alle Bauelemente bedient werden können, die mit einem Euro-Nut-Beschlagsystem ausgestattet sind.

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profilintegrierte Fensterantriebe im System MIRA contour von GUTMANN

Zoombild

profilintegrierte Fensterantriebe im System Lambda 77 von HUECK
Sicherer Eingriffschutz für kraftbetätigte Fenster
Auch der berührungslose Eingriffschutz WPS® (Window Protection System) wurde weiterentwickelt. Die neue Generation WPS® 2 unterscheidet sich vom bewährten Vorgänger durch Sensoren, die stehende oder sich bewegenden Personen erkennen. Hinzu kommt die Überwachungsfunktion mittels Laserscanner für komplette Fassadenelemente bis zu einer Fläche von 10 x 10 Metern. Eine weitere Besonderheit: WPS® 2 ist der einzige berührungslose Fenster- Eingriffschutz der höchsten Schutzklasse im Markt, der SIL- und TÜV-zertifiziert ist, alle Anforderungen der geltenden Maschinenrichtlinie 42/2006/EG erfüllt und somit ohne baurechtliche Einschränkungen eingesetzt werden kann.
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Werkbank-Vorführung
Einfache Konfiguration und Montage der STG-BEIKIRCH-Antriebe
Die Vorteile der verschiedenen Antriebe von STG-BEIKIRCH wurden im Rahmen der praktischen Vorführung auf der fensterbau/ frontale besonders deutlich. Zu nennen sind die einfache Konfiguration der EasyDrive/ 2-Antriebe und die einzigartige Montagefreundlichkeit und Flexibilität der CM-Antriebe. Ebenso beeindruckte der neue, patentierte Notentriegelungs-Beschlag, der es auch bei flächenbündigen, auswärts öffnenden Fenstern mit profilintegrierten CDi® -Antrieben erlaubt, diese im geschlossenen Zustand einfach und beschädigungsfrei vom Antrieb zu entkoppeln und zu öffnen.
„Mit unseren Produktentwicklungen haben wir exakt den Nerv der Zeit getroffen. Wir bieten nicht nur Lösungen an, die der Markt fordert, sondern bestätigen mit unseren leistungsfähigen, integrierten Antrieben und Lüftungshighlights auch unsere Kompetenz und Pole-Position in der Fenster- und Gebäudeautomation“, berichtet STG-BEIKIRCH Geschäftsführer Frank Wienböker. „Den interessanten Gesprächen mit Planern, Errichtern und Verarbeitern entnahmen wir viele gute Ideen für das Bauen der Zukunft, das uns vor spannende Entwicklungsaufgaben für unterschiedliche Länder stellt.“
STG-BEIKIRCH, ein Unternehmen der ESSMANN GROUP, ist spezialisiert auf die Gebäudeautomation in Verwaltungsgebäuden, Versammlungsstätten und Industriebauten. Die intelligenten Produkte und Technologien des Unternehmens sorgen weltweit in den unterschiedlichsten Gebäuden für mehr Sicherheit und leisten einen wertvollen Beitrag bei der Optimierung der Investitions- und Betriebskosten. STG-BEIKIRCH steht für Innovation, Qualität und Service. Als erfahrener Partner begleitet das Unternehmen seine Kunden kompetent und zuverlässig bei der erfolgreichen Realisierung ihrer Projekte.

Intelligente Fensterautomation mit KNX: Halle 11.1 Stand B16

Montag, 17. März 2014

Bild_5.2Das KNX-Interface-Modul für die RWA- und Lüftungszentralen von STG-BEIKIRCH und die erweiterte Gira Server App ermöglichen die Kommunikation von Zentralen und Gira HomeServer zur Visualisierung und Steuerung der natürlichen Be- und Entlüftung. Dabei misst der Gira KNX CO2-FT Sensor Temperatur, Luftfeuchte und den CO2-Gehalt im Raum und ermöglicht die bedarfsorientierte Steuerung der Fensteröffnungsweiten und somit der Frischluftzufuhr. Gleichzeitig kann Rauch- und Wärmeabzug visualisiert und in ein für Endanwender geeignetes System eingebunden werden, ohne dass die Einhaltung sicherheitsrelevanter Normen und Vorschriften gefährdet wäre.

Eine kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung über elektromotorisch betätigte Fenster, integriert in die Gebäudeautomation mit KNX, bietet viele Vorteile, wie zum Beispiel ein besonders gesundes und angenehmes Raumklima.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Gira-Stand!

www.light-building.messefrankfurt.com

light + building: Halle 4.0 Stand G83

Montag, 17. März 2014

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Die light + building gilt als weltgrößte Messe für Licht- und Gebäudetechnik. Hier präsentiert die Industrie ihre Neuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation.
Rund 2.100 Unternehmen stellen auf dem Frankfurter Messegelände aus, von den über 183.000 Besuchern ist nahezu jeder zweite ein internationaler Gast.

Unsere Highlights auf der light+building

  • LED-Technik mit intelligenter Steuerung: Erfahren Sie mehr zum innovativen Einsatz von Leuchtdioden mit gewünschtem Farbort, optimaler Lichtausbeute und Lichtoptik sowie zu den Möglichkeiten des effizienten Wärmemanagements und einer individuellen Ansteuerung.
  • Netzwerktechnologien für die intelligente Gebäudeautomation: Unsere Technologien und Produkte der jüngsten Generation für RWA, RDA und die natürliche Be- und Entlüftung ermöglichen die Steuerung und Regelung komplexer Aufgaben der Leittechnik in der Gebäudeautomation mit Schnittstellen zu allen gängigen BUS-Systemen.

Unsere Fachberater informieren Sie gern vor Ort zu unseren Leistungen, die vom Prototyping bis zur Serienfertigung reichen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

www.light-building.messefrankfurt.com

fensterbau/frontale: Halle 7A Stand 530

Montag, 17. März 2014

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Rund 99.000 Besucher und 1.276 Aussteller im Jahr 2012 machten die fensterbau/frontale im Verbund mit der HOLZ-HANDWERK zu einem beeindruckenden Branchenhighlight.

Im Jahr 2014 wird mit der neuen Halle 3A nochmals mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen.

Unser Highlights auf der fensterbau/frontale:

  • Intelligente Antriebe mit EasyDrive/2-Technologie: Innovative elektromotorische Fensterantriebe, die sich einfach, individuell und synchron konfigurieren lassen.
  • Profilintegrierte Ketten- und Verriegelungsantriebe CDi und RM mini: Dank der minimalen Baugröße fast unsichtbar zu integrieren in verschiedenste Profilarten und Fassadenkonstruktionen.
  • Fensterautomation über KNX und Server-App von Gira: Visualisierung und Steuerung der natürlichen Be- und Entlüftung über iOS und Android Geräte.
  • NVlogiQ: Nachhaltiges und benutzerfreundliches Raumklima-Regelsystem inklusive Monitoring der Raumluftqualität.
  • SIL- und TÜV zertifizierter Fenster-Eingriffsschutz WPS®2: Überwacht den Eingriffsbereich eines oder mehrerer Fenster und stoppt den Schließvorgang bei Klemmgefahr.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

www.frontale.de

Messeauftritte 2014

Freitag, 13. Dezember 2013

fensterbau/frontale
(vom 26. bis 29. März in Nürnberg)

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Rund 99.000 Besucher und 1.276 Aussteller im Jahr 2012 machten die fensterbau/frontale im Verbund mit der HOLZ-HANDWERK zu einem beeindruckenden Branchenhighlight. Im Jahr 2014 wird mit der neuen Halle 3A nochmals mehr Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen.
In der Halle 7A auf Stand 530 wird STG-BEIKIRCH wieder einige Highlights aus der Fenster-  und Gebäudeautomation präsentieren. Lassen Sie sich überraschen!

www.frontale.de

 

Light + Building
(vom 30. März bis 4. April in Frankfurt am Main)

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Die Light + Building gilt als weltgrößte Messe für Licht und Gebäudetechnik. Hier präsentiert die Industrie ihre Neuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Rund 2.100 Unternehmen stellen auf dem Frankfurter Messegelände aus, von den über 183.000 Besuchern ist nahezu jeder zweite ein internationaler Gast.
Die autarke und nachhaltige Nutzung von Energie rückt immer mehr in den Mittelpunkt der modernen Welt. Leitthema der Light + Building 2014 ist daher „Explore Technology for Life – die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“. Dazu passend wird STG-BEIKIRCH in der Halle 4.0 auf Stand G83 die Neuheiten aus dem Bereich der Industrieelektronik und der Gebäudeautomation vorstellen.

Darüber hinaus werden wir auch in der Halle 11.1 auf dem Stand von GIRA unsere Kooperationslösung zur Intelligenten Fassadenautomation mit der erweiterten Gira Server App für iOS Geräte präsentieren.

www.light-building.messefrankfurt.com

 

ICBEST
(vom 9. bis 12. Juni im Kongresszentrum Eurogress Aachen)

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Die ICBEST (International Conference on Building Envelope Systems and Technologies) ist ein weltweites Forum für die Entwicklung und Konstruktion der Gebäudehülle. Hier werden Informationen ausgetauscht und Diskussionen über die neusten Entwicklungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten geführt. Gleichzeitig schafft dieses Forum Netzwerke und vereinigt die verschiedenen Berufsstände, wie Architekten, Ingenieure, Designer, Hersteller und Entwickler zu einer globalen Interessengemeinschaft.

Die ICBEST 2014 findet 2014 bereits zum 7. Mal statt, allerdings erstmalig auf dem europäischen Kontinent. Wir werden auch hier mit dabei sein und vor allem unsere Netzwerktechnologien und RDA-Lösungen vorstellen.

www.icbest.de

 

Pressetext BHE – Elektronische Sicherungstechnik erstmals über 3 Mrd. Euro Umsatz

Montag, 9. Dezember 2013

BHE News

Nachdem der Sicherheitsmarkt in den letzten beiden Jahren ein Wachstum von über 13 Prozent verzeichnen konnte, erwarten die Anbieter elektronischer Sicherungstechnik auch für das laufende Jahr 2013 einen Zuwachs von insgesamt 2,8 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Markterhebung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. bei deutschen Sicherheitsanbietern.

Den kompletten Pressetext mit der aktuellen Statistik finden Sie hier .

Brandlast und gezielte Rauchabführung

Montag, 30. September 2013

 

Versperrungen des Fluchtweges im Treppenhaus behindern die Arbeit der Feuerwehr erheblich.

Bei einem Brandfall ist der Umgang mit dem Rauch entscheidend. Deshalb fordern die Landesbauordnungen, dass Gebäude so beschaffen sein müssen, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt werden muss.

So müssen bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sein. Welche Maßnahmen in einem konkreten Umfeld jeweils als ausreichend erachtet werden können, hängt individuell von den jeweiligen Schutzzielen sowie den baulichen Gegebenheiten ab. Im Brandschutz gilt der Grundsatz: Alle Maßnahmen sind getroffen, wenn auf nichts mehr verzichtet werden kann. Leider gibt es da häufig immer noch Interpretationen, was es auf dem Weg hin zur verantwortungsvollen Umsetzung zu beachten gilt.

Die Leistungsfähigkeit moderner Sicherheitsanlagentechnik insbesondere für eine schnelle Evakuierung von Personen aus Gebäuden und den Schutz vernetzter, kritischer Infrastrukturen rückt der Zentralverband der Elektrotechnischen- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) in den Fokus seiner Öffentlichkeitsarbeit.

Die angeschlossenen Mitglieder des ZVEI-Fachkreises RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen) und natürliche Lüftung sind Experten aus verschiedenen Unternehmen. Über Jahre haben sie dazu beigetragen, die Leistungsfähigkeit des Rauch- und Wärmeabzuges, sowie der kontrollierten natürlichen Lüftung zu verbessern. Darüber hinaus arbeitet der ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung mit Hochschulen, Prüfinstituten und nationalen, europäischen und internationalen Normungsinstituten zusammen und unterstützt die Fort- und Weiterbildung von Architekten, Ingenieuren, Planern und Errichtern.

Qualifizierter Rauchabzug

„Intelligente anlagentechnische Maßnahmen für den Brandschutz können in vielen Fällen architektonische Herausforderungen erfüllen. Hinzu kommt eine höhere Wirtschaftlichkeit durch Flexibilität bei veränderter Nutzung der Gebäude, ohne bei den Schutzzielen Abstriche zu machen, erklärt Reiner Aumüller, Vorsitzender des ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung.

„Die Bedeutung des anlagentechnischen Brandschutzes als eine der drei Säulen des vorbeugenden Brandschutzes nimmt stetig zu, weil Komplexität und Anforderungen an moderne Gebäude hinsichtlich der Werkstoffe, Nutzung, Größe und architektonischer Individualität weiter steigen. Da ist der Planer mit konventionellen, oft stark im baulichen Brandschutz verwurzelten Ansätzen häufig überfordert“, informiert der RWA-Experte aus seiner Unternehmenspraxis. „Erst durch die Kombination verschiedener Systeme zu einem ganzheitlichen Brandschutzkonzept gewinnt ein Gebäude optimale Sicherheit bei höchstmöglicher Freiheit und Bequemlichkeit in der Nutzung“, wirbt Aumüller für integrierte und intelligente Lösungen.

Die leidige Brandlast

In der Praxis erfordert allerdings der Verzicht auf bauliche Maßnahmen oder die Kompensation von baulichen Defiziten meist die Kombination aus baulichen und sicherheitstechnischen Maßnahmen, um definierte Schutzziele zu erreichen. Die wenigen Minuten der Brandentstehungsphase sind entscheidend für die Evakuierung oder Rettung, den Löschangriff und die Brandausweitung.

Einen Interpretationsspielraum in der Baugesetzgebung bildet zum Beispiel der Fluchtweg. Hier geht der Gesetzgeber davon aus, dass es in Treppenhäusern keine Brandlast gibt. Dieses ist natürlich theoretisch. Beinahe in jedem Treppenhaus befinden sich Dinge, die da nicht hingehören. Die Häufigkeit der Brandkatastrophen gerade im Geschosswohnungsbau beweist, dass durch die Versperrung des Fluchtweges die Feuerwehr erheblich behindert wird. Dass dort doch immer etwas passiert, müsste nachdenklich stimmen.

Fälliges Umdenken

Das Thema Entrauchung bietet nicht nur ausreichend Gesprächsbedarf, sondern primär auch Handlungsbedarf. Wünschenswert sind Wirkungsfunktionsprüfungen, bei der die Werte der einzelnen Komponenten der Rauchabzugsanlage untereinander und miteinander harmonieren sowie präventiv bauliche, anlagentechnische und organisatorische Maßnahmen, die wie Zahnräder ineinander greifen und funktionieren.

Auch die Auslegung und Wirkweise der Zuluft-Öffnungen spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Überzeugende Techniken, zum Beispiel in der Fenster- und Fassadenautomation tragen ebenso dazu bei, wie eine intelligente Gebäudeautomation, bei der alle relevanten Systeme exakt ineinander greifen. Der Zusatznutzen einer kontrollierten Lüftung auf Basis der RWA-Öffnungsaggregate, wird nur allzu oft bei der Planung außer Acht gelassen.

RWA mit integrierter Lüftung

Die große Produkt- und Systemvielfalt an Produkten für die Fenster- und Fassadenautomation sowie RWA-Systemen, die heute am Markt angeboten wird, hat die natürliche Lüftung bereits integriert. Zuletzt auf der Bau 2013 im München konnte der Fachbesucher aus erster Hand erfahren, wie die Herstellerfirmen die Themen RWA und Be- und Entlüftung miteinander wirtschaftlich energieeffizient koppeln und sich davon überzeugen, dass sich diese Gewerke mit einer intelligenten Gebäudetechnik komfortabel, nachhaltig und sinnvoll miteinander verknüpfen lassen.

„Der Vorteil von modernen und intelligenten RWA-Systemen, die heute am Markt für den Einsatz in der Gebäudehülle angeboten werden, besteht im Mehrfachnutzen“, erklärt der Leiter Öffentlichkeitsarbeit im ZVEI-Fachkreis RWA und Natürliche Lüftung Heino Schello, als Experte für Fensterautomation und Steuerungstechnik „Dies ist dem Anwender häufig nicht bewusst. Die meisten sehen in der notwendigen Investition eines RWA-Systems generell einen Kostenträger, der erst einmal unproduktiv ist und sich nicht amortisiert. Somit sind die Ausgaben für baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz unbeliebt.

Gezielte Rauchabführung ist heute aber durchaus bezahlbar. Mit der Investition für eine RWA kann der Planer sich zusätzlich ein System für die Be- und Entlüftung zunutze machen. Es bedeutet ja nicht einmal zusätzliche Investitions- und Energiekosten. Rechnet man alle dafür entstehenden Kosten allein der Rauchabzugsanlage zu, müsste mit etwa zehn bis 15 Euro pro Quadratmeter Raumgrundfläche gerechnet werden. Werden die natürlichen Rauchabzugsanlagen (NRA) beispielsweise in entsprechend geeignete Dachoberlichter integriert, die zur Ausleuchtung der Innenräume mit kostenlosem Tageslicht und zur Reduzierung des Stromverbrauchs eingesetzt werden, sind die nur für die NRA-Funktion anfallenden Mehrkosten mit lediglich etwa 2,50 Euro pro Quadratmeter Raumgrundfläche anzusetzen. Allein die Kosten für den Anstrich eines Betonfußbodens liegen meist höher“, begründete Heino Schello sein Rechenexempel.

Je nach Gebäudeart und Architektur sind verschiedene Formen des Einbaus von RWA-Öffnungen möglich. Um die optimale Wirkung der natürlichen Entrauchung zu gewährleisten, müssen Größe, Art und Anordnung des Öffnungselements beachtet werden. Wichtig ist, dass die Rauchgase möglichst schnell und ungehindert aus dem Gebäude ins Freie ausströmen können. Wenn diese Öffnungsaggregate im Normalbetrieb unterjährig zur natürlichen Be- und Entlüftung über Elektro-Antriebe genutzt werden können, dann wird aus der notwendigen Technologie ein Zusatznutzen, der jeden Investor und Betreiber schnell begeistern wird.

Text: Susanne Ruhrländer Bild: STG_BEIKIRCH

DBZ+BAUcolleg 18

Donnerstag, 19. September 2013

02_Deutsche_Boerse_klein

DBZ+BAUcolleg sind Vortragsveranstaltungen für Architekten und Ingenieure, die in der Regel an unterschiedlichen Hochschulen stattfinden. Moderiert von den Inhabern der Lehrstühle, bringen sie das Auditorium durch die Vorstellung innovativer, technischer Lösungen und Produkte auf den neuesten Stand. Im Mittelpunkt jeder Veranstaltungsreihe steht ein herausragendes Architekturobjekt. Im Sommersemester 2013 fanden zwei gut besuchte Veranstaltungen der beliebten Reihe über den Neubau der Deutschen Börse in Eschborn statt, die erste bei der Architektenkammer NRW in Düsseldorf und die zweite in der Hochschule RheinMain in Wiesbaden.Die Architekten von KSP Jürgen Engel stellten das Konzept und die Architektur des Gebäudes vor und STG-BEIKIRCH berichtete über die innovativ umgesetzte, aktiv geregelte RDA-Technologie.

Der 87 Meter hohe Kubus markiert weithin sichtbar den neuen Standort der Deutschen Börse im Frankfurter Stadtteil Eschborn. Der Neubau bietet auf über 50.000 m² Raum für mehr als 2.000 Mitarbeiter. Um die Flucht- und Rettungswege im Brandfall rauchfrei zu halten, setzten Planer und Bauherrn auch in diesem anspruchsvollen Bürohochhaus auf die sichere und bewährte RDA-Technologie von STG-BEIKIRCH.

Innerhalb der Stockwerke wirken die Druckverteilungen, die barometrische Druckänderung sowie der Winddruck auf das Gebäude als negative Einflusswerte zur Regelung der RDA ein. Zur Kompensation dieser Einflüsse, und um eine Rauchfreihaltung auch unter erschwerten Witterungseinflüssen zu ermöglichen, mussten sowohl die baulichen Gegebenheiten als auch die Technik in der Planungsphase darauf angepasst werden.

Dafür hat STG-BEIKIRCH in enger Zusammenarbeit mit den Fachplanern ein ausgeklügeltes Konzept erarbeitet. Dieses umfasst die Positionierung und Dimensionierung der Zu- und Abluftkanäle, der Ventilatoren und Abströmöffnungen sowie die technische Ausführung mit der Festlegung der Regelungstechnik und der zulässigen Druckverhältnisse.

Aufgrund einer frühzeitigen Planung konnten die Kosten auf ein Minimum reduziert werden. So konnten z. B. in zweien der insgesamt vier Fluchttreppenhäuser die Abströmschächte über die Personenaufzüge geführt werden. Zur Bildung eines Referenzdruckes wird in diesem Gebäude ein Rohrsystem eingesetzt. Dieses besteht aus einer Ringleitung auf dem Dach, von dem aus Stegleitungen mit Differenzdruck-Sensoren zu den Treppenhäusern und den Abströmschächten führen.

Begleitend zum BAUcolleg erscheint die Objektdokumentation BauWerk_18. Unter www.dbzplusbaucolleg.de/bauwerk/ besteht die Möglichkeit zum kostenlosen Download.

Unsere Imagebroschüre über Rauchschutz-Druck-Anlagen finden Sie unter folgendem Download-Link: Rauchschutz-Druck-Anlagen